Hennigsdorfer Faustballdamen beginnen neue Saison mit Titelgewinn

 

Wie mittlerweile schon fast traditionell hat sich bei den Hennigsdorfer Faustballdamen personell wieder einiges getan. Durch einige Zugänge sind die Motor-Damen erstmalig in der Vereinsgeschichte in der Lage zwei Frauenmannschaften in den Spielbetrieb der Verbandsliga Berlin-Brandenburg zu schicken.

Der erste Spieltag führte beide Teams nach Potsdam. Hier wurde in einer Doppelrunde mit dem Gastgeber Turbine Potsdam zugleich auch der Landesmeistertitel vergeben. Diesen Titel sicherten sich ungeschlagen die Damen der ersten Hennigsdorfer Mannschaft. Für das zweite Team reichte es zwar noch nicht zu einem Spielgewinn, doch zeigte man für ein vollkommen neu formiertes Team sehr gute Spielzüge.

Das Aufeinandertreffen der beiden Oberhavel-Teams war zu Beginn von großer Nervosität und vielen leichten Eigenfehlern geprägt. Der erste Satz ging noch knapp an die erste Vertretung (11:8), im zweiten Satz stellte man aber beinahe komplett das eigene Faustballspiel ein. Hennigsdorf II diktierte das Geschehen und gewann mit 11:8. Im Entscheidungssatz drehte Motor I aber dann auf und fuhr den Durchgang mit 11:3 ein. Das Rückspiel diktierte die erste Vertretung des Oberhavel-Teams fast nach Belieben. Motor II kam nicht mehr in Spielgeschehen und die Partie ging mit 11:4,11:1 deutlich an Hennigsdorf I.

Das Hinspiel Turbine Potsdam gegen Hennigsdorf war von der üblichen Leidenschaft dieser Aufeinandertreffen gekennzeichnet. Allerdings waren die Hennigsdorfer fast schon übermotiviert und verkrampften im ersten Satz zusehends. Nichts lief mehr zusammen und verdienter Weise verlor Motor mit 5:11. Nach einigen aufrüttelnden Worten beim Seitenwechsel änderten die Motor-Mädels ihre Taktik. Ziel war es jetzt nicht mehr schön zu spielen, sondern sicheren Faustball zu zeigen. Diese neue Marschroute trug auch Früchte und die Hennigsdorferinnen holten sich langsam wieder etwas Sicherheit. Die Sätze zwei und drei konnten gewonnen werden (11:8,11:7). Im Rückspiel spielten die Motor-Mädels dann wie entfesselt auf. Plötzlich gelang alles, Hennigsdorfer brillierte in sehenswerten Spielzügen und wirkte bedeutend agiler auf dem Spielfeld. Lohn für diese enorme Leistungssteigerung war ein glatter 11:5,11:7-Erfolg und der Landesmeistertitel. Zeitgleich übernahm Hennigsdorf I in der Verbandsliga Berlin-Brandenburg knapp die Tabellenführung.

Die Spiele Hennigsdorf II gegen Turbine Potsdam entwickelten sich zu wahren Krimis und mussten beide in drei Sätzen entschieden werden. Die Hennigsdorfer Damen hielten sich vor allem immer wieder  mit wuchtigen Angaben im Spiel, mussten aber der noch fehlenden Abstimmung Tribut zollen. Diese Abstimmungsschwierigkeiten wurden von den Turbine-Spielerinnen gnadenlos ausgenutzt und konnten auch durch großen Hennigsdorfer Kampfgeist nicht kompensiert werden. Zwar wurden beide Partien verloren (12:10,9:11,7:11 und 7:11,11:5,6:11), doch es zeigte sich deutlich, dass die Mannschaft nur noch mehr zusammen wachsen muss, um ihr großes spielerisches Potenzial abrufen zu können.

 

                    

Hennigsdorf I: Janine Ligmann, Isabel Insel-Bruhn, Roxana Rutsch, 

                       Andrea Köhn, Katja Hendel

Hennigsdorf II: Dagmar Grond, Gudrun Paul, Franziska Ligmann,

                        Jennifer Paul, Ina Ritter, Jenny Ritter