Hennigsdorfer Faustballerinnen beißen sich an der Tabellenspitze fest

 

Dank einer kämpferischen Glanzleistung konnten die Motor-Faustballerinnen am zweiten Spieltag der Verbandsligasaison in Berlin alle drei Begegnungen des Tages für sich entscheiden und wachsen damit  zunehmend über sich und die eigenen Erwartungen hinaus.

In der ersten Partie gegen Lok Rangsdorf diktierten die Oberhavel-Athleten von Beginn an das Spielgeschehen und ließen ihrem Gegner keine Chance im Spiel Fuß zu fassen. Abwehr, Zuspiel und Angriff bildeten dabei eine harmonische Einheit. Die Hennigsdorfer Mannschaft strahlte dabei eine enorme Präsenz auf allen Positionen aus und konnte das Spiel mit 11:4 und 11:7 für sich entscheiden.

In der folgenden Begegnung gegen die punktgleichen Damen von Turbine Potsdam begann der erste Durchgang zunächst sehr ähnlich. Die Motor-Mädels machten das Spiel, agierten druckvoll und konsequent. Immer wieder fanden sie die dabei die Lücken in der Potsdamer Abwehr. Mit 11:6 sicherten sich die Hennigsdorfer Faustballerinnen den ersten Satz. Im zweiten Durchgang stellten die Potsdamer um, für die Oberhavel-Sportlerinnen wurde es jetzt schwieriger zu freien Punkten zu kommen. Unter diesem Druck schlichen sich vermeidbare Fehler ins Hennigsdorfer Aufbauspiel und beim Stand von 8:10 hatte man bereits Satzbälle gegen sich. Die Motor-Frauen, die um jeden Preis einen dritten Satz verhindern wollten, packten jetzt alles in eine Waagschale, es gab nur noch den Weg nach vorn. Mit einer couragierten, leidenschaftlichen Leistung gelang ihnen die Wende im Spiel und der 14:12-Satzerfolg.

Auch der letzte Gegner des Tages, der Gastgeber von Rotation Berlin, war mit dem Motor-Team vor diesem Spieltag punktgleich. Im letzten Spiel des Tages entwickelte sich ein Faustballdrama in drei Akten, welches den Beteiligten alles abverlangte und auch die Zuschauer auf der Tribüne mitriss. Hochklassige Aktionen und unbändiger Kampfgeist sorgten für ein packendes Duell. Im ersten Satz hatten die Hennigsdorferinnen mit 11:9 das Nachsehen, doch im zweiten Satz rotierten sie massiv in ihrem Spiel und brachten damit den Gegner immer wieder aus dem Konzept. Lohn war ein 14:12-Erfolg. Im Entscheidungsdurchgang erwischten die Motor-Sportlerinnen einen eher mäßigen Start und rannten immer einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 10:6 hatten die Berlinerinnen vier Spielbälle, doch ab diesem Moment spielten die Hennigsdorferinnen nahezu wie entfesselt auf. Scheinbar aussichtslose Bälle wurden vom Hallenboden gekratzt oder vorne über die Leine gezirkelt. Trotz des Rückstandes glaubten die Motor-Aktiven an sich und ihre Fähigkeiten. Beim 10:10 hatten sie sich zum Unentschieden rangekämpft und mit zwei blitzsauberen Angriffen gelang ihnen doch noch der sensationelle 12:10-Erfolg.

Mit dieser Leistung behaupten sich die Motor-Damen aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor dem letzten Spieltag an der Tabellenspitze.

Motor Hennigsdorf: Janine Ligmann, Isabel Insel-Bruhn, Sarah-Maria Köhn, Luisa Moormann, Roxana Rutsch, Christine Brauer, Katja Hendel